Ich kann mich daran erinnern, als ich in meinem Kinderzimmer vor meinem K2 now saß, das Desktopmikrofon auf dem Schreibtisch, und die Boxen meiner Anlage möglichst leise gedreht, damit es bloß keine Rückkopplung gibt. Möglichst genau versuchte ich zu sprechen damit die Spracherkennung, an deren Namen ich mich leider nicht erinnern kann, mich auch ja versteht. Geklappt hat es allerdings nicht immer oder eher sogar sehr selten.

Aus „Heidi ist da“ wurde „Heidewitzka“ oder Ähnliches. Wer vorher schon einmal mit Spracherkennung rumexperimentiert hat, weiß genau, wovon ich rede. Im Moment schreibe ich diesen Text jedoch mit Dragon NaturallySpeaking. Und ich bin wirklich, wirklich begeistert, wie viel dieses Programm von alleine erkennt. Nicht einmal 15 min Training habe ich gebraucht, bis das Programm nicht ziemlich fehlerfrei verstanden hat. Ab und zu muss ich natürlich das eine oder andere Wort noch korrigieren, aber im Großen und Ganzen bin ich damit viel schneller, als wenn ich den ganzen Text tippen würde. Das heißt, in Zukunft kann man auch wieder mehr Blogeinträge von mir erwarten.

Ein neues Headset musste für die Spracherkennung allerdings auch her. Ich habe mir zum Diktieren des Logitech 960 Stereo Headset USB ausgesucht. Dieses Headset hat den Vorteil, dass es irgendwie Standard ist, dadurch nicht so einen hohen Preis hat, aber trotzdem über einen sehr guten Klang Wiedergabe und Aufnahme verfügt. Außerdem ist das Mikrofon hier einen Schwanenhals befestigt. Dieser Schwanenhals aus Metall sorgt dafür, dass man das Mikrofon in jede mögliche Position schwenken kann, ohne dass das Material durch zu viel Biegen abnutzt. Ich erwarte mir von diesem Headset also eine sehr hohe Lebensdauer. Praktisch dabei ist übrigens auch die kleine Fernbedienung, mit deren Hilfe man die Wiedergabe lauter und leiser oder das Mikrofon stummschalten kann.

Diesen Eintrag habe ich in weniger als einer halben Stunde verfasst, obwohl ich nebenbei leise Fernsehen höre und natürlich auch sehe und zwischendrin einmal anrufen wurde. Effektiv sollte es nicht länger, als eine Viertelstunde dauern, wenn ich während des Verfassens nicht abgelenkt werde. Eine Rechtschreibprüfung ist nach dem Diktat allerdings trotzdem notwendig, denn das Programm kann irgendwie nicht wirklich sämtliche Rechtschreibregeln. Glücklicherweise ist allerdings auf meinem System auch noch der Duden Korrektor installiert

Ich bin gespannt, ob Das Headset jetzt immer mehr die Tastatur ersetzt. Zumindest in meinem Fall wird es so sein, denn die Erkennungsgenauigkeit der modernen Spracherkennung ist mittlerweile eben hoch genug, um schneller zu diktieren als im 10-Fingersystem selbst zuschreiben.