HP OfficeJet J4680 Erfahrungsbericht
Da hat HP nun wirklich alles richtig gemacht, was man richtigmachen kann, wenn man ein WLAN- und Faxfähiges All-In-One Multifunktionsgerät herausbringen will. Der einzige Nachteil bei dem Gerät ist, dass es sich um einen Tintenstrahldrucker handelt.
Vista und Ubuntu, kein Problem!
Dieses Gerät läuft wirklich überall. Sogar unter Ubuntu 9.10 lief es Out of the Box. Ich habe es angeschlossen und wurde prompt gefragt, ob ich dieses Gerät installieren wolle. Drucker und Scanner wurden getrennt voneinander installiert. Per WLAN! Dazu muss man sagen, dass ich den HP vorher mit Windows Vista und der beigelegten Software-CD zum Heimnetzwerk hinzugefügt habe, unter Ubuntu hätte dies nicht funktioniert und man hätte per nerviger Eingabe an Gerät den 30-Stellen-WPA-Key eingeben müssen.
OfficeJet J4680-Einrichtung unter Vista
Die Installation verlief recht simpel: CD einlegen, warten bis alles installiert ist (wobei man möglichst den benutzerdefinierten Weg wählt, um diese nervigen Zubehör-Verkaufs-Programme nicht mit zu installieren), dann den Drucker einmal per USB anschließen und schon wird die WLAN-Konfiguration übertragen und der Drucker ist mit dem Heimnetzwerk verbunden. Unter Scanner und Kameras und unter Drucker wird das Gerät angezeigt, wenn es eingeschaltet ist. Nun kann man das USB-Kabel wieder abziehen und ALLE FUNKTIONEN inkl. FAX per WLAN benutzen.
Drucken unter Vista
Der Netzwerkdrucker lässt sich unter Vista genau so gut nutzen, wie jeder andere Drucker, den man per USB anschließt, auch. Man klickt in den Entsprechenden Programmen auf „Drucken“, wählt den Drucker aus (Achtung, natürlich den Drucker ohne den Zusatz „Fax“ auswählen), drückt auf OK und das Gerät fängt in wenigen Sekunden an zu drucken. Die Wartezeit kann dabei sicher manchmal nervig sein, aber wer mit WLAN drucken will, muss eben gewissen Einschränkungen in Kauf nehmen. Der Farbdruck hat eine anständige Qualität und die Geschwindigkeit ist ebenfalls super, wenn die Daten erst mal beim Drucker angekommen sind.
Scannen per WLAN
Das Scannen funktioniert am besten über die mitgelieferte Software. Sie bietet auch an, das eingescannte Bild mit den Grundfunktionen wie drehen oder skalieren zu bearbeiten, bevor es den Scan in eine Datei abspeichert oder an ein externes Programm weiterleitet. Die Qualität ist für einen Office-Scanner im angemessenen Bereich und die OCR-Software funktioniert wunderbar.
Faxen per WLAN
Wirklich erstaunlich ist, dass dieses Gerät auch Faxe per WLAN verschicken kann. Wenn man im Druckmenü den Drucker „HP OfficeJet J4680 fax“ auswählt, wird beim bestätigen der Fax-Assistent der mitgelieferten Software gestartet. Über diesen lassen sich, mit einem sehr einfach gehaltenen Adressbuch auch Faxe an mehrere Empfänger schicken. Außerdem kann man an das gleiche Fax auch Dokumente, die in das Gerät eingelegt wurden anhängen. Die Qualität und der Kontrast des Faxes lässt sich über das Menü einstellen, genau wie die Option ob das Fax in schwarz-weiß oder Farbe gesendet werden soll. Dabei ist zu beachten, dass die meisten Faxe Farbfax nicht unterstützen.
Nicht getestet: Junk-Fax-Filter und Fax per WLAN unter Ubuntu
Noch nicht getestet habe ich den Junk-Fax-Filter. Nervig hierbei ist jedoch, dass das Fax keinen speicher hat, sondern Faxe ausdruckt, sobald diese reinkommen. Steht man also auf einer der bösen Spamlisten, kann das den Tintenverbrauch der angeblich sowieso ziemlich hoch sein soll bei diesem Gerät, schnell mal in die Höhe treiben.
Außerdem nicht testen konnte ich, ob sich Faxe auch von Ubuntu aus per WLAN verschicken lassen. Eine entsprechende Schnittstelle wurde hier jedoch nicht installiert, was mich daran zweifeln lässt, dass dies möglich ist.
Fazit
Der OfficeJet J4680 ist ein Gerät, dass ich jedem empfehle, der nicht unbedingt auf ein Laser-Multifunktionsgerät angewiesen ist. Der Preis ist human, er liegt bei etwa 100 Euro Qualität, auch in der Verarbeitung, ist sehr gut. Für das private Heimbüro ist dieses Multifunktionsgerät genau das richtige, vor allem wenn man mehr als einen Rechner besitzt. Das die Installation unter Ubuntu 9.10 Out of the Box klappte, ist ein weiterer Pluspunkt.

7. Februar 2010 - 13:50
danke für den bereicht. werde mir das gerät bestellen zur verwendung unter ubuntu 9.10