Ich bin ja nun bei Flattr, um mal zu schauen ob sich das überhaupt lohnen kann. Ich nutze es jetzt seit ein paar Tagen und muss sagen, dass es vor allem ein gutes Mittel ist, um seinen Blog etwas bekannter zu machen. Bis jetzt.

Es lohnt sich vor allem für große Blogs, kleine zahlen drauf
Ich habe in der Zeit, in der ich Flattr nun benutze, ganze 16 Cent verdient. Das ist aber nicht besonders aussagekräftig, da ich es auf meinem privatem Blog und FreshTrash einsetze, also zwei Internetpräsenzen, die noch nicht sonderlich viel Traffic aufweisen.
Der Lawblog dagegen freut sich über 33,06 €, die die Schaar von kommentierenden Usern über ihn gebracht haben.

Damit kommen wir zum eigentlichen Problem von Flattr: Wer zahlt? Das fragt sich übrigens auch wemaflo.
Das System hat nämlich, wie man am obigen Beispiel sieht, den Fehler, dass sich das eingezahlte Geld in Richtung der großen Blogs verschiebt, da dort einfach mehr geflattrt wird. Die 10%, die Flattr als Bearbeitungsgebühr einbehält kommen noch erschwerend hinzu, denn so kommen kleinere Blogger ja nicht mal auf Kostendeckung, wenn er die zwei Euro, die er für Flattr ausgibt, zurückgeflattrt bekommt. Dort werden dann nämlich 21 Cent (ja, ich wundere mich auch warum 10% von 2 Euro 21 Cent sind) auf jeder Seite als die bereits oben erwähnte Bearbeitungsgebühr abgezogen.

Wenn sich Flattr aber für kleine Blogs gar nicht lohnt und alle so denken würden wie ich, also ihr Konto erst wieder aufladen, wenn etwas mehr auf dem Blog los ist, dann werden die Großen Blogs bald auch weniger geflattrt und zahlen womöglich auch noch drauf. So wird das nix mit Erfolg. Mein Vorschlag: Die Bearbeitungsgebühr sollte für solche kleinen Blogs nicht erhoben werden und die Grenze auf einen Euro sinken. Vielleicht nur für ein paar Monate, um den Bloggern die Gelegenheit zu geben kostendeckend zu wirtschaften.

Damit ist das grundsätzliche Problem dieses Geld-Verschiebe-Systems aber auch nicht überwunden: Einer zahlt immer drauf.