Bald wird es für Chatrouletter leichter, qualifizerte Gesprächspartner anstelle von sich selbst befriedigenden Männern zu finden, denn der Napstar-Erfinder Shawn Fanning bastelt kräft an einem Penis-Filter mit.

Wer Chatroulette benutzt, muss starke Nerven und möglichst niemanden hinter sich sitzen haben, denn was man da so sieht, kann mitunter sehr verstörend sein: Leute, die sich erhangen oder auf andere weise umgebracht haben, sehr grafische Darstellungen von Tierquälerei oder auch hübsche Blondinen, die ihre Brüste entblößen um anderen Frauen zu Selbigem zu verleiten und dies dann aufzunehmen. Diese Chatroulettetrolls sind allerdings weitaus weniger häufig als die Masturbierer (ich nenne sie liebevoll Camwichser), die anscheinend einen sexuellen Gewinn davon haben, anderen Frauen ihren Penis zu zeigen, denn, mal ehrlich, es wird sich wohl kaum eine Partnerin finden, die sich ebenfalls vor der Cam sexuell befriedigt.

Die Camwichser sind so zahlreich, dass man sich mitunter fragt, ob es überhaupt Menschen gibt, die per Chatroulette wirklich camchatten wollen. Der “Report”-Button ist ein gutes Mittel, denn wird dieser von mehreren unterschiedlichen Personen gedrückt, wird der gemeldete Benutzer für eine gewisse Zeit gesperrt. Dies ist wahrscheinlich vor allem in Zeiten sexueller Erregung sehr strafend. Allerdings drücken anscheinend die wenigsten diesen Button, sodass der Masturbierende von Chatter zu Chatter weitergereicht wird. Unter diesen Chattern sind natürlich auch Minderjährige, was nicht nur bei Eltern und Politik für Aufregung sorgt, sondern auch die Investoren bei dem so gehypten Chatroulette ausbleiben lässt.

Der Napsterentwickler Shawn Fanning hilft nun bei der Entwicklung eines Penis-Filters, der angeblich die Genitalien herausfiltern kann, das zumindest sagt TechCrunch. Ob die Genitalien jetzt nur herausgefiltert werden oder das Bild des Masturbierenden einfach abgeschaltet wird, ist noch nicht bekannt.

Schon komisch, dass ausgerechnet er mithilft, denn es waren auch fehlende Filter bei Napster, die am Anfang der Musiktauschplattform heftig in der Kritik standen, da so der Austausch von Kinderpornografie erleichtert wurde.

Das ist übrigens endlich mal eine Zensur, die ich mag, denn erstens können andere Anbieter so ein Sexchatroulette erschaffen und die ganzen Männer würden endlich mal auf Frauen treffen (auch wenn die Männeranzahl sicherlich höher wäre) und zweitens könnte man sein Kind wenigstens mit annähernd reinem Gewissen bei Chatroulette chatten lassen.